Gegen Stillstand und Leerstand...
Der Sportclub Bielefeld 04/26 setzt sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an Bewegung, Spiel und Sport ein. Mit unserem Engagement leisten wir einen Beitrag für ein chancengerechtes und gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Bielefeld (1).
Dabei haben wir insbesondere Kinder und Teenies im Blick in herausforderungsreichen Lebenssituationen, die vom organisierten Sport oft nicht erreicht werden (2).
Mit unserem Projekt "Gegen Stillstand und Leerstand - offene Sportangebote für alle Kinder!" entwickeln, planen und organisiert das Projektteam zusätzliche, neue und niederschwellige Bewegungsangebote für Kinder und ihre Eltern.
Außerdem machen wir uns stark dafür, bislang ungenutzte Ressourcen für Spiel, Sport und Bewegung zu erschließen. Wir wenden uns gegen Stillstand bei der Sportentwicklungsplanung und engagieren uns für zusätzliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur.
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... Bewegungsangebote für alle Kinder!
"Niederschwelligkeit" bedeutet für uns, dass wir Barrieren und Zugangshürden für die Teilhabe an unseren Bewegungsangeboten vermeiden. Das schaffen wir durch einfache Zugänge (3).
Wir setzen uns dafür ein, dass verfügbare Ressourcen in Sporthallen, Sportplätzen, Schulhöfen und sonstiger geeigneter Infrastruktur großzügig und unkompliziert genutzt werden können (4).
Wir wenden uns z.B. gegen Nutzungsbeschränkungen von Sporthallen und -plätzen in den Ferien. Wir engagieren uns für Rahmenbedingungen, die eine optimale Nutzung sportlicher Infrastruktur ermöglicht (4).

Was wir schaffen!
Unsere Bewegungsangebote sind niederschwellig angelegt. Das bedeutet, die Bewegungsangebote
- sind in aller Regel kostenlos
- sind im Sozialraum der Zielgruppe bekannt und einfach erreichbar
- kennen in aller Regel keine Anmeldungsformalitäten oder die Anmeldung ist sehr einfach
- verzichten auf Vereinsmitgliedschaft, Kursangehörigkeit usw.
- haben keine besonderen Leistungserwartungen an die Teilnehmer*innen
- bieten hinreichend Equipment und Geräte für Spiel und Sport
Bei der Planung und Ausgestaltung der Angebote berücksichtigen wir
- die Beteiligung unserer Zielgruppen
- die Bedarfe unserer Zielgruppen
- und eine zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit (5)
Ziele des Projekts
Kinder in Bielefeld
- bewegen sich mehr und regelmäßig,
- fühlen sich zugehörig,
- indentifizieren sich mit ihrer Lebenswelt
- und wachsen gesünder auf.
Eltern in Bielefeld
- erhalten Ideen und Inspiration für die Bewegung mit ihren Kindern
- sind motiviert, mit ihren Kindern mehr und regelmäßig Sport im Alltag zu treiben,
- fühlen sich wohl bei Sport und Bewegung mit ihren Kindern
Junge Freiwillige
- erhalten durch das Projekt zusätzliche Engagementbereiche für ihr freiwilliges Engagement im Sport
- profitieren von Erfahrungen der Selbstwirksamkeit
- erhalten Raum für den Erfahrungsaustausch
- lernen durch sportpädagogische Schulung
Netzwerke
- Mit Schulen, Familiengrundschulzentren, KiTas und vielen weiteren Partnern tragen wir dazu bei, dass unser starkes Netzwerk weiter wächst
- mit unseren Partnern im Netzwerk entwickeln wir Ideen, nehmen Anregungen und Wünsche auf, klären wir Bedarfe und Zugänge, sprechen die Öffentlichkeitsarbeit uvm.
Evaluation
- In Zusammenarbeit mit Studierenden der Fakultät für Sportwissenschaften der Universität Bielefeld wollen wir unsere offener Bewegungsangebote wie zum Bespiel dem "Open Sunday" oder den "Mini Move" mit wissenschaftlichem Blick etwas genauer betrachten.
Im Mittelpunkt stehen die Fragen:
- Wen erreichen wir mit unseren Angeboten?
- Erreichen wir tatsächlich auch die Kinder, Teenies und Eltern, die wir erreichen wollen?
- Welchen positiven Nutzen / welche positiven Effekte haben unsere Bewegungsangebote aus der Sicht von Kindern, Teenies und Eltern?
- Was können wir für die zukünftige Gestaltung offener Bewegungsangebote von Kindern und Eltern lernen?
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Ansprechpartner
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Quellen
(1)
Satzung des Sportclub Bielefeld 04/26 e.V.
(2) Motorik-Modul (MoMo) im Rahmen des KiGGS-Surveys (Robert Koch-Institut)
Eine repräsentative Studie für ganz Deutschland (4–17 Jahre, N=4.529) zeigt klar:
Die sozialen Ungleichheiten bei körperlich-sportlicher Aktivität von Kindern und Jugendlichen manifestieren sich vor allem im Vereinssport, während sie im unorganisierten Sport kaum festzustellen sind.
Das bedeutet: Gerade der organisierte Sport – also Sportvereine – ist das Setting, das sozial benachteiligte Kinder am stärksten ausschließt.
(Quelle: Mess, F. et al.: „Soziale Ungleichheit im Sportengagement von Kindern und Jugendlichen in Deutschland", Universität Konstanz / KiGGS-Motorik-Modul
MOVE FOR HEALTH-Studie der Deutschen Sportjugend (dsj), 2023
Eine aktuelle, deutschlandweite Befragung in über 4.000 Haushalten (2023) kommt zu einem drastischen Befund:
Nur 43 % der Jugendlichen aus Familien mit sozialen Unterstützungsleistungen sind körperlich aktiv, während 63 % der Jugendlichen aus stabilen finanziellen Verhältnissen sich regelmäßig bewegen. 14 % der Befragten gaben an, dass in ihrem Haushalt kein Geld für die Aufnahme eines Sportangebotes vorhanden sei.
(Quelle: Deutsche Sportjugend / dsj, „MOVE FOR HEALTH", 2023/2024 – gefördert durch das BMFSFJ)
(3) Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit (2021): Niedrigschwellige Arbeitsweise – Good-Practice-Kriterien der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung. Online unter: gesundheitliche-chancengleichheit.de
(4) Forschungsverbund Kinder- und Jugendsport NRW (2021): Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie. Positionspapier, 02.11.2021. Herausgegeben vom Forschungsverbund Kinder- und Jugendsport NRW, c/o Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Online: www.kiju-sport.nrw
(5) Infoportal Gesundes Land NRW, Projekt-ID 247744, SC Bielefeld 04/26 e.V. (o.J.): Open Sunday – Projektbeschreibung. Projekt-ID 247744.
Förderung





Deutschen Fernsehlotterie/ Stiftung Deutsches Hilfswerk