Sportplatzerweiterung: Sportclub Bielefeld muss Lärmgutachten vorlegen

Wegen steigender Mitgliederzahlen will der SCB ein neues Kunstrasenfeld anlegen. Das geht nur, wenn Grenzwerte nicht überschritten werden. So das Ergebnis einer von Bürgermeister Martin Sauer initiierten Ortsbegehung mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Bezirksversammlung Schildesche und des SCB.

Weitere Informationen zum Ortstermin finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier. Sie werden auf die Internetseite der Neuen Westfälischen vom 26.3.2019 umgeleitet.

 

Kommentar des Vorstands:

Immer mehr Kinder möchten Mitglied im SCB 04/26 werden. Das gilt vor allem für Kinder im Alter bis 12 Jahren. Die größte Attraktivität hat die Abteilung Fußball. Im März 2019 sind dort über 300 Kinder aktiv. Davon 84 Kinder im Alter bis 7 Jahre. Die Sportanlage Sudbrack platzt aus allen Nähten: Rund 25 Kinder- und Jugendmannschaften müssen sich den Sportplatz teilen. Dazu kommen die Senioren. Mitunter müssen 6 Teams zeitgleich auf der Sportanlage trainieren.

 

Das alles ist keine zufällige Entwicklung!

 

Der SCB 04/26 macht sich seit Jahren stark im Stadtteil für Kinder und Jugendliche und ist für dieses Engagement wiederholt ausgezeichnet worden.

Das Platzangebot sowie auch die Qualität der sanitären Einrichtungen der Sportanlage Sudbrack sind längst nicht mehr ausreichend. Auf einer überfüllten Sportanlage kann der Anspruch, ein sportlich attraktives Training für alle Altersgruppen zu bieten, nicht mehr durchgängig realisiert werden. Die Koordination der Platznutzung für rund 25 Teams wird für unsere Übungsleiter und Übungsleiterinnen immer mehr zu einem Kunststück. Die sanitären Verhältnisse in den Umkleiden und Duschen sind unzumutbar.

 

Daher wirbt der SCB bereits seit 2015 dafür die Sportanlage Sudbrack aufzuwerten und auszuweiten - um zusätzliches Kleinspielfeld für die jüngsten Kicker im SCB. Die Bezirksversammlung Schildesche unterstützt aktiv den Verein seit dieser Zeit und erklärte parteiübergreifend und wiederholt ihren politischen Willen, dass Sportanlage Sudbrack für den SCB 04/26 ausgeweitet werden soll.

 

Seit 2015 suchen wir nach Lösungen. Es geht nicht um 5-Sterne Luxustoiletten und Duschen sondern um Funktionalität und zufriedenstellende hygienische Bedingungen. Nie war die Rede davon, einen zweiten Sportplatz nebenan zu bauen, sondern ein Kleinfeld.


Dem gegenüber steht der Widerstand der Verwaltung:

Zunächst das unfassbare Zuständigkeits-Wirr-Warr, immer wieder neuen Begründungen der Verwaltung, warum das Anliegen des SCB 04/26 nicht zu verwirklichen sei:

 

Kein Geld. Für ein Kleinfeld fehlt der Platz. Alles nur Privatinteresse des SCB. Kinder auf sind viel zu laut. Der politische Wille der BZV Schildesche interessiert nicht wirklich. Eigeninitiativen des SCB 04/26 sind unerwünscht/ unmöglich.

 

Kommentare bei der Begehung des Grundstücks am 24.3.2019 wie "andere Vereine kommen doch auch mit einem Sportplatz aus" oder "Geben Sie das Vorhaben besser auf" beschreiben mit wenigen Worten, wie die beteiligten Ämter mit den Anliegen des SCB 04/26 umgehen.

 

Die neueste Hürde: Gefordert ist ein "Lärmgutachten". Bis 5.000 Euro teuer. Und wer glaubt, es gilt "wer die Musik bestellt, der zahlt", der irrt. Hier gilt: "Das Amt bestellt und der SCB zahlt"!

 

Unter dem Strich ist die Lärmmessung obendrein sinnlos. Was gemessen werden kann, ist nur der in Lärmschutzangelegenheiten längst durchorganisierte und reglementierte Status Quo des Trainingsbetriebes der Fußballjugend des SCB 04/26 - und der kam bisher ohne Gutachten aus. Wegen "Kinderlärm" hat sich bisher kein Nachbar beschwert.

 

"Informativ" war das von Bürgermeister Sauer initiierte Gespräch. Einmal mehr wissen Vorstand, Jugendleitung und die jungen Mitglieder was Sache ist: Es kann nicht sein, was nach Auffassung der Verwaltung nicht sein darf: Die Ergänzung der Sportanlage Sudbrack. Und dass das auch so bleibt, werden -wenn nötig- einfach neue Hürden aufgestellt.